Isabel Lopez-Kubben | 6 Übungen für ein bewussteres Leben
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6 Übungen für ein bewussteres Leben

6 Übungen für ein bewussteres Leben

Viele Menschen verbringen sehr viel Zeit mit planen, und währenddessen zieht ihr Leben an ihnen vorüber. Ich hab nichts gegen planen. Im Gegenteil, ich bin ein Fan von Zielen und Listen auf denen ich alles abhaken kann. Es macht mir aber nichts wenn all die Pläne mal in den Müll kommen, weil das Leben vielleicht etwas anderes vorhatte. Ich bin im Vertrauen das immer das Beste auf mich wartet.

Was bedeutet es den im Hier und Jetzt zu leben?

Meine Kinder sind hierfür meine besten Lehrer. Den für mich bedeutet es, mich NUR dem zu widmen was ich gerade tue. Wenn sie Enten füttern, dann gibt es für sie in diesem Moment nur das, und alle Begeisterung fließt in dieses tun. Viel zu oft versäumen wir solche Erlebnisse weil wir 5 Schritte voraus sind. Was werde ich heute Abend noch kochen? Einkaufen sollte ich auch noch gehen? Usw…

Zumindest mir geht es oft so. Dann versuche ich mich bewusst nur auf das zu konzentrieren was mich umgibt. Das Quaken der Enten, das Lachen der Kinder, der kühle Wind in meinem Gesicht, das trockene Brot in meiner Hand, und der kraftvolle Berg vor mir. Solche Momente lösen unglaubliche Glücksgefühle in mir aus.

Ganz anders sieht es aus, wenn ich morgens gehetzt mit den Kindern zum Auto will, und die Kleine eine Katze sieht und ihr lachend nachläuft, und der Große fasziniert dem Müllauto zusieht und sich vor lauter staunen keinen Millimeter mehr rührt. Dann ist es für mich eine große Herausforderung sie nicht sofort raus zu reißen, und an ihnen zu zerren. Mit der Zeit hab ich aber gemerkt, je gelassener ich damit umgehe, desto eher kommen wir auch weiter.

In meinen Gesprächen mit Trauernden stellte ich immer wieder fest, dass diese meist im Hier und Jetzt leben, weil sie oft gar keine andere Wahl haben. Wenn sie mir von ihrem Alltag erzählen wie sie ihre ganze Energie dafür aufwenden müssen morgens aus dem Bett zu kommen. Wenn sie wie in Zeitlupe ihr Essen zubereiten. Vielen fehlt einfach die Energie um alltägliche Dinge zu erledigen. Andere wiederrum machen es ganz bewusst langsam, weil sie festgestellt haben, dass es für sie nicht selbstverständlich ist morgens aufzustehen, sich ein gesundes Essen zubereiten zu können oder vieles andere was für sie immer alltäglich war.

Ich möchte dir ein paar Übungen mitgeben, mit denen du mehr Achtsamkeit in dein Leben einladen kannst. Meine Erfahrung ist, wer bewusst lebt- der kann auch bewusst sterben!

Ein paar Übungen für mehr Achtsamkeit im Alltag:

*Stehe mal ganz bewusst aus deinem Bett auf. Beobachte wie dein Körper sich aufrichtet, wie viele Muskeln dafür notwendig sind um überhaupt aus dem Bett zu kommen.

*Beobachte dich mal ganz genau während du die Zähne putzt. Spüre die Bürste und deine Bewegungen, und schmecke die Zahnpasta auf deinen Zähnen.

*Koche mal ganz langsam. Hör das Geräusch das es macht wenn du die Karotten in kleine Stücke schneidest. Koste ein Stück und werde dir deiner vielen Geschmacksnerven bewusst.

*Emotionen spüren: Wenn Emotionen in dir hochkommen versuche sie nicht gleich wegzudrücken. Lasse sie einen Moment zu und spüre sie. Wenn du dich ärgerst beobachte was in deinem Körper passiert. Welche Stellen angespannt sind, deinen Gesichtsausdruck. Wenn du dich freust, versuche das Gefühl in all deine Körperzellen zu transportieren, sodass du das Gefühl hast dein ganzer Körper tanzt vor Freude. Mit Trauer kannst du es ganz gleich machen. Den Trauer ist da um gefühlt zu werden. Jedes Gefühl will gelebt werden.

*Nimm dir mal ein paar Tage Urlaub und plane gar nichts! Mach jeden Tag NUR dass wozu du in diesem Moment Lust hast. Du wirst sehen, es ist eine tolle Erfahrung.

*Setz dich an einen Baum und spüre die raue Rinde, den Geruch, das (vielleicht) feuchte Gras, die Luft die dich umgibt.

All diese Übungen steigern deine Achtsamkeit und auch die Dankbarkeit für alles was dir möglich ist, und alles was du hast. Denn nichts ist selbstverständlich…

Alles Liebe & Liebe dein Leben ♥

Isabel